Wir sind überzeugt, dass ein Software-Entwicklungsprojekt erfolgreich sein wird, wenn folgende Regeln beherzigt werden:
- Möglichst genaue und klare Vorgaben (Spezifikationen): Bevor die erste Zeile Code programmiert wird, muss vom Kunden eine schriftliche Vorgabe vorliegen, die aussagt, was das Endresultat sein soll. Dies ist ohne tiefere Informatik-Kenntnisse möglich. Eine der einfachsten Möglichkeiten dazu ist das "Malen" oder "Zeichnen" von Bildschirmmasken (mittels Ihrem vertrauten Graphik-Programm). Auf diese Weise können auch ganze Dialoge als Abfolge von Bildschirmen skizziert werden.
- Keine änderung an fundamentalen Vorgaben nach dem Beginn der Programmierarbeiten.Prototyping bedeutet nicht, dass signifikante änderungen an den Vorgaben während des Prototypings gemacht werden dürfen, sondern, dass die AnwenderInnen involviert, dass Details korrigiert werden und dass die Akzeptanz aufgebaut wird.
- Geschicktes Unterscheiden zwischen dringenden und weniger dringenden Funktionen. Jedes Budget ist limitiert. Es kann nicht alles umgesetzt werden. Die "VW-statt-Rolls-Royce-Strategie" muss von den leitenden Projektbeteiligten mit Überzeugung vorgelebt und von der Leitung mitgetragen werden.
- Guter Projektleiter: Die wichtigste Aufgabe des Projektleiters ist es, dafür zu sorgen, dass jeder am Projekt beteiligte alles Wichtige weiss. Der Projektleiter ist "Informationsdrehscheibe".
- Einsatz qualifizierter Fachpersonen: Es ist wichtig, dass alle beteiligten Personen möglichst nicht zum ersten Mal ihre Rolle wahrnehmen. Es ist wichtig, dass sie über eine solide Grundausbildung in Ihrem Gebiet verfügen und es ist wichtig, dass sie von kundigen Leuten geleitet werden (Projektleiter). Dies betrifft sowohl ATEGRA- wie auch Ihre Mitarbeiter. Die Qualität unserer Leute sowie unsere Erfahrungen in ähnlichen Projekten können Sie über Referenzauskünfte überprüfen. Wenn Sie mit der Qualität eines Mitarbeiters nicht zufrieden sind, kann er ausgetauscht werden.
- Sinnvolles Projektcontrolling: Controlling bedeutet bekanntlich nicht nur kontrollieren/überwachen, sondern auch steuern. Schlechte Controller schauen sich nur die eingetroffenen Rechnungen und den Totalbetrag an. Wir schlagen regelmässige Projekt-Status-Sitzungen vor, in denen nicht nur über die Kosten, sondern auch über die bisher geleisteten Arbeiten (wie weit ist jedes Lieferobjekt?) sowie eine Restaufwandschätzung präsentiert und besprochen wird. Korrekturen können nur am Restprojekt vorgenommen werden. Zum Besprechen gehört es auch u.U. unpopuläre No-Go-Entscheide zu fällen ("wird erst in der Version 2.0 realisiert").
- Positive Anreize schaffen. Software-Entwickler sind (meistens) sensible Menschen, die nicht "mit der Peitsche", sondern mit positiven Leistungsverstärkern zu Top-Leistungen gebracht werden können. Wir konnten oft bei anderen Unternehmen beobachten, wie die Mitarbeiter unter psychischem Druck weniger geleistet haben und weniger erfolgreich wurden. Wir haben bei der ATEGRA eine Kultur der Belohnung (auch in immaterieller Form) entwickelt, die es uns in der Vergangenheit ermöglichte, immer wieder Spitzenleistungen für unsere Kunden zu erbringen. Klare, realistische und anspruchsvolle Teil-Ziele und positives Feedback bei der Erreichung.
Anmerkung: Dr. Roland Sauter hat in seiner Dissertation an der ETH Lausanne zahlreiche Informatik-Projekte analysiert und die Rezepte der erfolgreichen Projektleiter recherchiert. Wichtiges Resultat seiner Diss war das Computer-Lern-Programm "SimulTrain", dass den Lernenden spielerisch die Soft Factors für erfolgreiche Projekte vermittelt. Er hat anschliessend eine Firma gegründet und die Software vermarktet: http://www.sts.ch/g/simultrain_g.htm. Bei ATEGRA werden alle Projektleiter und Mitarbeiter mit SimulTrain ausgebildet. Dieses Wissen hat uns in den letzten Jahren zahlreiche erfolgreiche Projekte beschert.



















